Energieinformationen

Heizwert Vergleich

 

Einheit Brennstoff kWh / Einheit
1 L Heizöl leicht 10 - 10,6
1 m³ Erdgas L 9 - 9,99
1 m³ Erdgas H 10,5 - 11,65
1 m³ Flüssiggas (Prop / But) 6,55 - 7,20
     
1 Kg Brennholz (1 RM ~ 350 Kg) 4,07
1 Kg Holzpellets 4,9
1 Kg Hackschnitzel 4,29
1 Kg Braunkohlebriketts 6
     
1 RM Brennholz ( ~ 136 L Heizöl) 1424 kWh

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu eine Beispielrechnung aus dem Jahr 2012

Ihre Doppelhaushälfte besitzt ~160qm beheizte Fläche. Der individuelle errechnete Heizwärmebedarf liegt bei 7.876 kWh/a. Ihr Warmwasserbedarf liegt bei 2021 kWh/a. Das ergibt in der Summe einen Jahresengergiebedarf von 9897 kWh.

Rechnerisch liegt das Objekt bei einem umgebrochenen Energiebedarf von 61,8 kWh/qm*a.

Sie möchten wissen, welche Energiequelle für Sie am interessantesten ist, dazu vergleichen wir folgende  Energiequellen mit dem entsprechend  höheren angesetzten Primärenergiebedarf:

  1. Ölbrennwertkessel (Fußbodenheizung) 84,7 kWh/qm*a
  2. Gasbrennwerttherme (Fußbodenheizung) 84,7 kWh/qm*a
  3. Gasbrennwerttherme wie vor aber mit Warmwassersolarpaket 69,9 kWh/qm*a
  4. Holzpelletkessel (Radiatorenheizung) 29,4 kWh/qm*a (durch den Bonus der kurzen Transportwege für heimische Pellets und den hohen regenerativen Anteil liegt dieser Wert unter dem Endenergiebedarf)
  5. Wärmepumpe Luft Wasser (Fußbodenheizung) 62,5 kWh/qm*a
  6. Wärmepumpe wie vor, Warmwasser mit Solarpaket und Nachheizung über Wärmepumpe 54,1 kWh/qm*a

Sie fragen sich nun bestimmt, warum sich die Varianten so stark unterscheiden; dies kann man ganz kurz auf den Punkt bringen:

nach den Daten des Energieausweises kommt zu dem Heizwärmebedarf noch ein Zuschlag für Gewinnung, Aufbereitung, Transport, Verbrennungsverlust und Verteilung frei Brennstelle. Unter Hinzurechnung der Faktoren nennt man das dann den Primärenergiebedarf. Im Fall der Ölheizung macht das bis zu 37% Zuschlag zum eigentlichen Heizwärmebedarf aus. Die Verwendung heimischer Hölzer und Pellets ist dort durch niedrigeren Transportaufwand und  günstiger gestellt. Die Verwendung von Strom für Wärmepumpen wird ebenfalls subventioniert, obwohl die Luft/Wasser Wärmepumpen bekanntermaßen bei Temperaturen unter null sehr energiefressend werden und ein Elektroheizstab die Grundlast übernimmt.

Bedenken Sie bei der Auswahl auch, dass zum einen die Investitionskosten für die Haustechnik in Relation zum Nutzen stehen sollen. Natürlich ist es zu begrüßen, dass die von der Bundesregierung zum Weltklimagipfel vollmundig angekündigte CO2 Reduzierung umgesetzt wird, letztlich bezahlen Sie dafür.

Nach unseren derzeitigen Hochrechnungen (2/2010) amrotisiert sich eine Solaranlage für Warmwasserunterstützung nach 10-15 Jahren Betriebszeit, eine Wärmepumpenanlage nach 20-25 Jahren, eine Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung nach 15-20 Jahren Betriebszeit. Es wurden hierbei noch keine Reparaturkosten und Wartungskosten angesetzt, diese Kosten können die Amortisationszeit nochmal verlängern.