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Dreh- Drehkippbeschlag

Diese Bezeichnung (abgekürzt D/DK) wird für die Fenstermechanik verwendet. Es bedeutet, dass sich ein Fenster im ersten Fall nur drehen und nicht auch noch kippen lässt, im zweiten Fall sind beide Bewegungen möglich. Üblicherweise gibt es nur noch D/DK Beschläge, außer in Sonderfällen.
 

Deckenbrennstelle, Wandbrennstelle

Die etwas altertümlich anmutenden Bezeichnungen bedeuten, dass an Wand oder Decke Kabel herausschauen, welche stromführend sind. Man kann dort eine Leuchte anmontieren. Gibt es die meist verwendete Erweiterung "Deckenbrennstelle in Ausschaltung", heißt das analog, dass dieser Auslass über einen Schalter an oder auszuschalten ist.
 

Kniestock, Drempel

Der Kniestock, auch landläufig als Drempel bezeichnet, wird als in der Höhe ab der Oberkante des Mauerwerks über der letzten Decke angegeben, auf der die Fußpfette aufliegt, welche wiederum die Dachsparren trägt. Nach den gebräuchlichen Mauermaßen haben sich hier Schritte im 25cm Höhenraster eingebürgert, z.B. spricht man von einer Drempelhöhe von 50cm. Der Drempel kann auch aus einer Holzkonstruktion bestehen.
 

WDVS

Wärmedämmverbundsystem, eine vor die Massivwand gesetzte Schale aus 80-200mm starkem Dämmstoff, der die eigentliche Wärmedämmung des Hauses gewährleistet. Der Dämmstoff wird bei diesem System im Verbund mit dem Putzoberbelag ausgeführt.

http://de.wikipedia.org/wiki/WDVS

Hintergrund für den Einsatz eines WDVS ist die Trennung von Trag- und Dämmschicht. Durch die immer höher werdenden Anforderungen an die Dämmfähigkeit, ist der Einsatz von homogenem Mauerwerk als Außenwandbaustoff für Wohnräume nicht mehr sinnvoll. Die entsprechenden Steine der Ziegelindustrie kann man im Grunde nicht mehr als Ziegelstein betrachten, die Verarbeitung ist aufgrund der Zerbrechlichkeit kaum noch möglich, der Schallschutz gegen ist mangels Masse sowohl gegen Außenluft, als auch als flankierendes Bauteil an Haus und Wohnungstrennwänden indiskutabel.

Alternativ bietet sich die Trennung der Schichten an. Eine schwere belastbare Tragschale mit einem WDVS bietet zurzeit in allen Belangen bessere Ergebnisse. Bei einer Gesamtstärke von ~30cm (15cm KS-Tragwand + 14cm WDVS 040) bietet die aktuelle Wand eine Wärmedämmung von U=0,26 W/qm*K bei einem Wandgewicht von 324 kg/qm R'wR=50dB, d.h. das ist um 100 % besser als eine 30cm Ziegelwand von 1990 (Poroton T-Block mit LM21 U=0,535 w/qm*K, Masse ~300kg/qm)

Die aktuellen Ziegelsteine bieten bei 30er Wandstärke einen 20% schlechteren Wärmeschutz und weisen noch geringere Werte beim Wandgewicht auf (Wienerberger T10 Tiegel U=0,311W/qm*K ,Masse 249kg/qm R' wR=47dB ). Dadurch wird die Luftschalldämmung subjektiv um die Hälfte schlechter als beim dem 15cm KS Stein mit 14cm WDVS.
 

Brennwerttechnik

Bei der Brennwerttechnik wird die Verbrennungsenergie des Energieträgers (Gas, Öl) so weit ausgenutzt, dass die Wärme der Abgase so weit entzogen wird, bis die Kondensation eintritt. D.h. da wo früher Verbrennungsgase mit über 160°C den Wärmeerzeuger verließen, gelangen nun nur noch 40-60° Abgase nach außen, dabei entsteht jede Menge Kondenswasser. Die Wärmeausbeute des Energieträgers wird verbessert, weil die Abgase weiter heruntergekühlt werden. Die Brennwerttechnik wird sinnvoll mit Niedertemperatur Heizsystemen, wie z.B. groß dimensionierten Heizkörpern oder mit Fußbodenheizung, eingesetzt. Dazu ist eine solare Unterstützung der Warmwasserbereitung unabdingbar, da diese hochtemperiertes Brauchwasser bereitstellt. Dadurch muß die Brennwertanlage nur selten in den uneffektiveren Hochtemperaturbereich schalten um das 60 grädige Brauchwasser aufzuheizen. Ebenso wird dadurch der Anteil der renererativen Energie erbracht, welcher im Energieausweis nachgewiesen werden muß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brennwerttechnik

 
Vollsparrendämmung

Das System der Vollsparrendämmung wurde entwickelt um die erforderlichen großen Dämmstärken in den Sparrenzwischenräumen unterzubringen. Dazu ist erforderlich, dass auf der Warmseite eine undurchlässige Dampfsperre lückenlos, und in Dampdurchgangsrichtung zur Kaltseite eine dampfdurchlässige Membrane eingebaut werden.
Die Dampfsperre soll verhindern, dass warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft eindringt und auf dem Weg zur Kaltseite den Taupunkt erreicht und kondensiert und die Wärmedämmung durchfeuchtet. Die durchlässige Membran auf der Außenseite (Unterspannbahn ohne Hinterlüftung als Schutz gegen Tropfwasser) wiederum soll als "fehlerverzeihendes" Instrument, eventuell eingedrungene Feuchte ausdiffundieren lassen. Im Gegensatz dazu war früher eine Unterspannbahn aus dampfundurchlässiger Kunstoff-Gitterfolie eingebaut, die zwingend eine Hinterlüftung von 2-3cm Abstand zur Dämmung benötigte, um das Tauwasser abzulüften.
Neben den verwendeten Materialien ist die Qualität der Ausführung für die Funktion extrem wichtig.
 

Ringdrainage

Um den Zustand des stauenden Wassers bei länger anhaltenden Regenfällen zu vermeiden, baut man eine Drainage ein. Diese wird dem Namen entsprechend ringförmig um das Gebäude verlegt, damit sie das Sickerwasser von allen Seiten ableiten kann. Erforderlich ist neben einer Mindest-Porenweite pro qm Rohroberfläche, auch ein definiertes Gefälle und eine geeignete Filterschicht, die Feinteile des Bodens zurückhält, welche das Drainagerohr verschlammen können. Zusätzlich sind gem. DIN 4095 an den 90° Richtungsänderungen Kontroll- und Spülschächte einzubauen. Drainagewasser ist nicht gleichzusetzen mit Grundwasser. Grundwasser darf nicht mit Drainagen abgeleitet werden. Bei Grundwasser helfen nur wasserdichte Bauwerke (weiße/schwarze Wanne). Drainagen werden in der Regel in Kontrollschächte eingeleitet und von dort rückstaugesichert in den Ortskanal geleitet. Es ist auch möglich, das Wasser aus dem Kontrollschacht mittels der Pumpe in eine Zisterne zu leiten, um es der Wiederverwertung zuzuführen, oder das Wasser in einem offenen Gerinne im Vor- Garten zu versickern (vergl. mit Regenwassernutzung).

Zisterne - Regenwassernutzung

Ein Beitrag zur Ressourcenschonung ist der Einbau einer Regenwasserzisterne.
Es gibt zwei grundsätzliche Arten:

  • die aufwendige und teurere außenliegende Zisterne (Beton/Kunststoff)
  • die günstigere im Keller eingebaute Kunststoffzisterne, wecle wir aus Geruchsgründen nicht empfehlen

Beide Arten erfordern je nach Nutzung zusätzliche Maßnahmen:
Für Toilettenspülung benötigen sie eine automatische Nachspeisung mit Trinkwasser (Rohrtrenner)
einen Überlauf mit Geruchsverschluss
eine Rückstausicherung für den Überlauf (abhängig von der Höhenlage)
einen geeigneten Vorfilter, um den Schmutzeintrag von Laub, Sand und Vogelkot zu reduzieren. Filter wiederum erfordern typenabhängig einen gewissen Wartungsaufwand.
Der von uns oft eingebaute Wirbel Feinfilter von Wisy oder vergleichbaren Anbietern setzt sich im Laufe des Betriebes mit Fett und Ölresten, bzw. Ruß aus der Atmosphäre zu. Genauer gesagt setzen sich die Edelstahlmaschen zu. Dies führt nicht wie bei herkömmlichen Filtern dazu, dass der Filter den Wasserdurchgang verstopft und überläuft, sondern er lässt immer weniger Wasser über das Füllrohr in die Zisterne kommen. Er sollte daher alle 8 Wochen, wenn es häufig regnet eher öfter, gereinigt werden.

http://www.wisy.de

Meist lassen sich nicht alle Regenrohre an die Zisterne anschließen, besonders die rückwärtigen Fallrohre bei Reihenhäusern. Eine Durchleitung durch das Haus ist nicht gefahrlos möglich.

Noch besser, aber aufwändig und teurer, sind außenliegende Zisternen aus Beton. Durch die konstant niedrige Erdtemperatur von 10-12°C und die absolute Dunkelheit bleibt das Wasser "garantiert" frisch.
Von der Möglichkeit das Regenwasser zum Betreiben der Waschmaschine zu nutzen, ist aufgrund der Keimbelastung abraten.